Humboldt – reloaded! (Tagung)
Perspektiven im gegenwärtigen Verhältnis von Studium – Arbeit – Leben
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Die Tagung vom 17. bis 20. September 2009 thematisiert nicht nur die aktuelle Bildungssituation, sondern vor allem auch die Besonderheiten studentischen Lebens sowie die soziale und gesellschaftliche Position von Studierenden. Unter den vier großen Themen Internationalität, “Verwertbarkeit?!”, Vereinbarkeit und Mitbestimmung sollen Einflüsse und Rahmenbedingungen des studentischen Alltags reflektiert und hinterfragt werden. Vorwiegend Studierende sollen in Workshops, Podien und Diskussionsrunden zentrale Fragen rund um das Studieren debattieren, kritisieren und Verbesserungsvorschläge erarbeiten. Die Abendveranstaltungen richten sich an ein größeres öffentliches Publikum
Themenschwerpunkte:
- Internationalität: Mit Hinblick auf die zunehmende Bedeutung internationaler Ausrichtung von Bildungeinrichtungen einerseits und Lebensentwürfen andererseits, soll es um Arten und Möglichkeiten von Austauschprogrammen, Auslandsstudium und -praktika gehen. Ergänzend soll die Internationalität der eigenen Hochschule in den Blick genommen werden, dabei kann es sowohl um die Situation ausländischer Studierender mit all ihren Schwierigkeiten (z.B. Rassismus) als auch um international ausgerichtete Lehrangebote und Kooperationen gehen. Insbesondere das Verhältnis zwischen der Notwendigkeit internationaler Ausrichtung und zunehmender Regionalisierung der deutschen Hochschulen soll Beachtung finden.
- Vereinbarkeit: Unter den Überbegriff der Vereinbarkeit können sehr vielfältige Themenbereiche gefasst werden. Hier geht es einmal um Schwierigkeiten studentischen Alltags wie etwa Studienfinanzierung, Jobben und Studium oder Teilzeitstudium, Wohnsituation und Bedingungen des lokalen Arbeitsmarktes. Zum anderen sollen soziale und gesellschaftliche Fragen beleuchtet werden wie etwa die Vereinbarkeit von Familie und Studium, Studium mit körperlichen Beeinträchtigungen, die soziale Situation von Studierenden oder die Koordination von Studium und ehrenamtlichem sozialen oder gesellschaftlichen Engagement.
- Verwertbarkeit: Gerade mit Blick auf die Umbruchsituation der Studienstruktur sollen unter dem Leitbegriff der Verwertbarkeit Fragen nach den Berufsaussichten von Studierenden mit alten und neuen Studienabschlüssen gestellt werden. Hier kommen sowohl die Akzeptanz der neuen Studiengänge durch Arbeitgeber zur Sprache, als auch die Potentiale des Systems Universität als „Berufsausbildung“. Schließlich sollen Vor- und Nachteile von Phänomenen wie Ausgründungen hochschulpolitisch agierender Unternehmen, Hochschulrankings, Karrieremessen und Career Centers reflektiert und diskutiert werden.
- Mitbestimmung: meint hier studentisches Engagement innerhalb der Hochschule und betrifft einerseits die studentische und andererseits die universitäre Selbstverwaltung. Universitäre Gremienstrukturen und verschiedene Systeme der studentischen Selbstverwaltung sollen betrachtet werden. Insbesondere der Einfluss der Studienreform auf hochschulinterne Mitbestimmung wird kritisch hinterfragt. Unter diesem thematischen Schwerpunkt soll auch die Reflexion über die Rolle der Studierenden in der Gesellschaft und der Vergleich der verschiedenen Hochschulgesetzgebungen Raum finden.
Quer durch alle Themenbereiche soll der Einfluss der Studienreform reflektiert werden und die Perspektivenvielfalt, die sich durch die gegenwärtige Übergangssituation zwischen altem und neuem System sowie zwischen alten und neuen Abschlüssen ergibt, kontinuierlich Berücksichtigung finden.
Die Tagung versteht sich in diesem Sinne als Forum für einen bundesweiten Erfahrungs- und Ideenaustausch, als Raum und Anlass zur Gründung von Kooperationen und Initiativen, sowie als Anstoß für die konstruktive studentische Beteiligung an der Gestaltung der Hochschullandschaft.
Veranstalter: Studierende 2009, StuRa Universität Leipzig
Veranstaltungszeitraum: 17. bis 20. September 2009
Projektverantwortliche:
- Johanna Völker
- N.N.
Kontakt: tagung[at]studierende2009.de


