Archiv für die Kategorie ‘Science-who cares’

„Handfester Abschluss“

Mittwoch, 24. November 2010

Titelbild der Sammelpublikation "Science: Who cares?"Sammelband zum studentischen Kolleg „Science: Who cares!?“ vorgestellt.

Ca. 30 Personen hatten sich am 19. November 2010 im Neuen Seminargebäude zusammengefunden, um die Beiträge der 24 Autorinnen und Autoren zu diskutieren. Dabei betonte der Projektleiter Sven Jaros, dass die Frage nach dem Wert der Wissenschaft für die Gesellschaft nach wie vor offen sei: „Die Suche nach einer Antwort ist keineswegs abgeschlossen, nur weil unsere Beiträge jetzt zwischen zwei Buchdeckeln stecken!“ Das Buch dokumentiere die erfolgreiche Entwicklung des studentischen Kollegs, erörtere einzelne Themen, werfe weitere Fragen auf und spiegele die Vielfalt der Autorinnen und Autoren sowie deren Herangehensweisen wieder.

Dr. Harald Homann vom Institut für Kulturwissenschaft gratulierte in seinem Kommentar zu dem „handfesten Abschluss“ diese ungewöhnlichen studentischen Projektes. Er betonte neben dem sachlichen Ertrag, der nun gedruckt vorliege, besonders den persönlichen Nutzen, den die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Projekt zögen.

Herausgeber Sven Jaros präsentiert die Sammelpublikation (Foto: F.Hähle)

Darüber hinaus zeige sich in den Beiträgen eine erfreuliche kritische Auseinandersetzung mit den Themen Schule, Museum und Öffentlichkeit: „Hier zeigt sich, dass Wissenschaft vor allem ein kritisches Geschäft ist“, so Homann. Kritik im Sinne von „Grenzen aufzeigen“ zeige sich in vielen der behandelten  Themen. Als Beispiel seinen die Grenzen der Anwendbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse sowie deren öffentliche Übersetzbarkeit zu nennen, was die Grenze zwischen Wissenschaft und Praxis deutlich hervortreten lasse. Allerdings, betonte Homann, gebe es auch eine Praxis in der Wissenschaft und zwar in einem Projekt wie „Science: Who cares?!“.

Am Ende dieses Projekte steht nun das Buch zum Kolleg, das über Amazon bezogen werden kann.

Nähere Informationen zum Buch gibt es auf der Seite des Meine-Verlags (u.a. mit Inhaltsverzeichnis und Leseprobe)

„Universität heißt forschendes Lernen“

Samstag, 18. April 2009

Volles Haus beim Start des studentischen Kollegs „Science: Who cares?“

Das erste studentische Projekt des Jubiläumsjahres der Universität Leipzig ist erfolgreich gestartet. In der voll besetzten Ratstonne der Moritzbastei eröffneten ca. 80 Gäste und Teilnehmer gemeinsam das in dieser Form einmalige Kolleg „Science: Who cares?“.

In seiner Begrüßung erläuterte Projektleiter Sven Jaros die Entwicklung und Anlage des Kollegs und dankte allen Beteiligten, vor allem aber dem Organisationsteam, für ihr herausragendes Engagement. Auf den wiederholt geäußerten Vorwurf, die Fragestellung des Kollegs sei zu breit und unkonkret, konterte Jaros: „Natürlich war sie das. Bis heute fehlten ja auch noch die Menschen, die dieses Projekt Wirklichkeit werden lassen sollten!“ Mit dem Start hätten die Teilnehmer nun die Möglichkeit, sich in einem freien und offenen Raum gleichberechtigt über die Frage nach dem Wert und Sinn von Wissenschaft auszutauschen. „Damit kommen wir dem, was Universität eigentlich sein sollte, sehr nah.“, stellte Jaros fest.

Prof. Dr. iur. Franz Häuser, Rektor der Universität Leipzig, dankte den Teilnehmer für ihre Ideen und ihre Teilnahme. Denn lange Zeit habe es so ausgesehen, als würde das Jubiläum der Universität nur als Veranstaltung der Universitätsleitung gesehen. Aus den Fakultäten, den Instituten und vor allem von den Studierenden – der größten Gruppe der Universität – sei lange Zeit keine Rückmeldung gekommen. Erst mit der Initiative „Studierende 2009 e.V.“ sei das Jubiläum von den Lernenden aufgegriffen und befördert worden. Dadurch würden die Vielfalt und die Kontraste in der Universität erst deutlich und der Öffentlichkeit ein adäquates Bild der Universität vermittelt.

In Vertretung des Schirmherren Prof. Dr. Volker ter Meulen, Präsident der Nationalen Akademie Leopoldina, begrüßte Prof. Dr. Gunnar Berg, Mitglied des Präsidium der Leopoldina, die Teilnehmer und wünschte für die Arbeit viel Erfolg. Die Akademie habe aus zwei Gründen großes Interesse an diesem Kolleg: Zum einen bemühe sie sich selbst, Wissenschaft in die Öffentlichkeit, in die Gesellschaft zu tragen. Zum anderen, so Berg, „entspricht dieses Kolleg dem, was Universität ist: Forschendes Lernen!“.

In der Einleitung zu seinem Festvortrag versprach Prof. Dr. em. Klaus Ahlheim, früherer Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Gesamthochschule Essen, den von Rektor Häuser erwähnten Kontrasten einige hinzuzufügen. Er nahm die aktuelle Studienreform und insbesondere den Rücktritt des Mainzer Theologie-Professors Marius Reiser zum Anlass, um darüber zu reflektieren, was das Leitbild und die gesellschaftliche Verantwortung von heutiger Wissenschaft sein sollte. Der allgemein gängigen Verklärung des Humboldt’schen Bildungs- und Universitätsideals erteilte er dabei eine klare Absage. Wer von 200 Jahren glücklicher Universitätsgeschichte spräche, vergesse die dunklen Jahre der NS-Zeit. Doch Ahlheim kritisierte auch die aktuelle Reform mit deutlichen Worten: „Die Bologna-Reform ist grundsätzlich und vollständig gescheitert: Es wurde auf Ausbildung gesetzt und Bildung abgeschafft.“ Allerdings sei der größte Fehler dafür bei seinem eigenen Berufsstand zu suchen, der zu Widerstand gegen Politik und Wirtschaft nicht in der Lage sei.

Für die Zukunft forderte Ahlheim von der Universität und ihren Angehörigen eine kritische Wissenschaft. Dafür seien zwei zentrale Grundsätze notwendig. „Zum einen braucht Ausbildung Bildung, sonst verkommt sie zu Ideologie.“ Zum zweiten sei politische Bildung notwendig, um zu Politik selbstbewusst Distanz wahren zu können. Als Antwort auf die Frage nach dem Sinn der Wissenschaft selbst zitierte der emeritierte Professor aus Bertolt Brechts Galilei: „Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern.“ Für Ahlheim ist dies in der aktuellen Situation eine Leitlinie: „Das könnte die Überschrift für die Universität der Zukunft sein.“

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Dresdner Band „Stilbruch“, die mit ihrem dynamischen Auftritt musikalisch dem entsprach, was das Kolleg in den kommenden Monaten geistig leisten will.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen der Projektleiter Sven Jaros (sjaros[at]uni-leipzig.de, science[at]studierende2009.de) gern zur Verfügung.

Für weitere Informationen und Medien (in Kürze): www.science.studierende2009.de

Pressemitteilung [pdf, 176 kB]

Universität ermöglicht drei weitere Projekte des Vereins

Samstag, 11. April 2009

Nach langem bangen Warten ist es nun offiziell: Das Rektorat hat für die Finanzierung drei weiterer Projekte entschieden. Durch diese Entscheidungen können nun das studentische Kolleg “Science: Who cares?” und ein Theaterwettbewerb stattfinden. Auch die studentische Tagung “Humboldt – reloaded!” kann optimistisch weitergeplant werden, auch wenn noch weitere Partner für das Großprojekt gesucht werden.

Damit erkennt die Universitätsleitung nicht nur die Qualität dieser Projekte an, sondern würdigt auch  das einzigartige Engagement ihrer Studierenden im Rahmen des Jubiläums“, so Georg Teichert, 1. Vorsitzender des Verein “Studierende 2009 e.V.”. Ein vergleichbares Programm von Studierenden für Studierende habe es bisher bei keinem anderen deutschen Universitätsjubiläum in näherer Vergangenheit gegeben.

Besonders bei den Mitwirkenden von “Science: Who cares?” macht sich Erleichterung breit. Nachdem die Vorbereitung nahezu abgeschlossen waren und das Kolleg am Freitag, 17. April 2009, in der Moritzbastei eröffnet wird, ist nun endlich die nötige Planungssicherheit da, um die vielfältigen Vorhaben der drei Arbeitsgruppen anzugehen. Die Bewilligung zog sich fast fünf Monate hin, vor allem für Sven Jaros,  Koordinator des Kollegs, eine Zeit ständiger Unsicherheit. Diese steht im Kontrast mit dem Erfolg des Projektes: Die Organisation verteilt sich auf mehrere Schultern, viele externe Partner sind mit an Bord und die Teilnehmerplätze sind fast vollständig gefüllt. “Eines unserer vielversprechendsten Projekte im Jubiläumsjahr“, so Teichert.

Kurz vor der Zusage der Universität hatte die Leipziger Sparkasse ihre Unterstützung zugesagt und einen Teil der Finanzierung sichergestellt. Die Universität hat nun nachgezogen. Über den Fortgang wird in dem neuen Blog des Projektes (www.science.studierende2009.de) berichtet.

Das heißt auch, dass die Planungen für die studentische Tagung “Humboldt – reloaded!” weitergehen. Das Projekt ist nun zwar zu einem großen Teil finanziert, ein Teil muss nun noch eingeworben werden. In jedem Fall wird vom 17. bis 20. September unter den Leitbegriffen „Vereinbarkeit“, „Verwertbarkeit!?“, „Internationalität“ und „Mitbestimmung“ Perspektiven im gegenwärtigen Verhältnis von Studium, Arbeit und Leben der größten Mitgliedergruppe der Universität diskutiert. Partner des Projektes sind der StudentInnenRat und die Stadt Leipzig.

Sparkasse Leipzig fördert studentisches Kolleg “Science: Who cares?”

Samstag, 11. April 2009

Die Leipziger Sparkasse sponsort einen Teil des studentischen Kolleg “Science: Who cares?”. Für die Organisatoren um Sven Jaros, verantwortlich für das Projekt, ist das eine Erleichterung. “Nachdem wir jetzt mehr als fünf Monate auf die Zusage der Universität für die beantragten Gelder warten, ist das eine beruhigende Nachricht”, so Jaros. Die Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen, Schirmherren und Referenten haben bereits zugesagt, die Eröffnung findet am 17. April in der Moritzbastei statt. Nur das Geld fehlte bisher.

Im Rahmen des Kolleg beschäftigen sich Studierende aller Fachrichtungen über das gesamte Jahr 2009 mit der Frage nach dem Wert von Wissenschaft in der Gesellschaft. Ihre Diskussionen und Ergebnisse werden sie auf einer Abschlusstagung am 28. November präsentieren. Die Schirmherrschaft über das Projekt hat Prof. Dr. Volker ter Meulen, Präsident der Nationalen Akademie der Naturforscher Leopoldina/Halle, übernommen.

„Studierende 2009 e.V.“ freut sich gemeinsam mit seinen Partner auf eine intensive Zusammenarbeit, auch über das Jubiläumsjahr 2009 hinaus.

Mit freundlicher Unterstützung von:

Sparkasse Leipzig

Viel neues bei “Science: Who cares?”

Mittwoch, 11. März 2009

Für das studentische Kolleg “Science: Who cares?” hat das Jahr 2009 gut angefangen:

30 Studierende haben sie für die Mitarbeit in einer der drei Arbeitsgruppen angemeldet.

Ihr Engagement findet auch außerhalb Leipzigs mehr und mehr Anklang: Im Februar hat Prof. Dr. Volker ter Meulen, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle/Saale, die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen!

Die Vorbereitungen laufen weiterhin auf Hochtouren, damit so viel Vertrauen und Begeisterung auch belohnt wird.

Alle Interessierten sind herzlich zur Eröffnungsveranstaltung des Kollegs am 17.4.09 um 20 Uhr in der Moritzbastei (Ratstonne) eingeladen.

Bewirb dich jetzt!

Mittwoch, 14. Januar 2009

Noch bis 7.2.09 kannst du dich für die Teilnahme am studentischen Kolleg “Science: Who cares?” bewerben.
Intensive Diskussionen, spannende Exkursionen, die Möglichkeit einer Publikation un vieles mehr warten auf dich!

Das Projekt “Science: Who cares?” stellt sich vor.

Freitag, 14. November 2008

Kommt vorbei! Seid dabei!

Am Dienstag, 9. Dezember 2008, zwischen 11 und 15 Uhr können interessierte Studierende aller Fachrichtungen im Büro des FSR Geschichte (GWZ, Beethovenstraße 15, H3 2.14) vorbeischauen und sich bei Kaffee oder Tee über das Projekt “Science: Who cares?” informieren. Das Organisationsteam ist vor Ort und erklärt das Konzept!

Anschließend kann man das jeweilige Heißgetränk in den Seminarraum gegenüber mitnehmen. Ab 15 Uhr findet dort (Raum H3 2.15) der erste offizielle Infovortrag statt, an dem sich das Projekt mit seinen drei Arbeitsgruppen nochmal vollständig vorstellt.

Es ist also ausreichend Raum und Zeit vorhanden… Jetzt fehlt nur noch ihr!

Neues Workshop-Projekt erfolgreich gestartet! Bewerbungen bei “Science – who cares?” möglich

Donnerstag, 13. November 2008

Ein weiteres Projekt von Studierenden ist erfolgreich gestartet: Unter dem Titel “Science: who cares?” werden sich 50 Studierende der allzu oft übergangenen Königsfrage stellen: Welchen Wert hat Wissenschaft für die Gesellschaft in der wir leben?

Über das Jahr 2009 werden die TeilnehmerInnen sich diesem Thema in mehreren Workshops von drei verschiedenen Seiten nähern: aus bildungssoziologischer, museumsdidaktischer sowie kulturkritischer/-geschichtlicher Sicht. Die Studierenden können selbstständig und selbstorganisiert an einzelnen Fragen arbeiten. Dabei werden sie bei ihrer Arbeit aber nicht allein gelassen, sondern von KoordinatorInnen und FachwissenschaftlerInnen unterstützt.

Wer also endlich eine selbstbewusste Antwort auf die Frage nach dem Sinn seines Studiums suchen möchte, ist hier richtig! Interessierte Studierende aller Fachrichtungen können sich ab sofort für eine der drei Arbeitsgruppen bewerben. Einfach ein kurzes Motivationsschreiben und eine aktuelle Immatrikulationsbescheinung an science[at]studierende2009.de.

Bewerbungsschluss ist der 23.01.09. Der Startschuss fällt am 20.02.09 mit einem feierlichen Eröffnungsabend!

Jetzt anmelden und dabei sein!