Archiv für die Kategorie ‘Presse’

Wolfgang-Natonek-Preis für Thomas Seifert

Montag, 19. Oktober 2009
Rektor Franz Häuser (r.) übergibt Thomas Seifert (mi) die Urkunde zum Wolfgang-Natonek-Preis (Foto: StuRa Uni Leipzig)
Rektor Franz Häuser (r.) übergibt Thomas Seifert (mi) die Urkunde zum Wolfgang-Natonek-Preis.
Links: Der zweite Preisträger Gerald Eisenblätter (Foto: StuRa Uni Leipzig)

Thomas Seifert, Projektverantwortlicher des Projekts „600 Bäume für 600 Jahre Uni Leipzig“ ist heute auf der feierlichen Immatrikulation der Universität Leipzig mit dem Wolfgang-Natonek-Preis ausgezeichnet worden. Seifert, der sich seit Ende 2008 im Rahmen des Vereins „Studierende 2009 e.V.“ engagiert, erhält den Preis neben seinen herausragenden Studienleistungen insbesondere für sein gesellschaftliches Engagement im Rahmen des Projekts „600 Bäume“. Die 600 steht anlässlich des Jubiläums der Universität Leipzig symbolisch für das Ziel, alle Mitglieder der Hochschule und der Bürgerschaft für den Umweltschutz auf lokaler Ebene zu sensibilisieren und dazu zu motivieren, ihren Lebensraum aktiv mitzugestalten. Bis zum 31. Dezember können Interessierte Baumpatenschaften sowohl für Starkbäume im Stadtgebiete wie auch für Setzlinge im Umland Leipzigs zu übernehmen. „Das Projekt im Gründungsjahr der Universität verbindet Symbolkraft mit dem Ziel, einen nachhaltigen und aktiven Umweltschutz zu leben.“, so Seifert, der den Preis gemeinsam mit Gerald Eisenblätter, langjährigem studentischen Senator und ehemaligem Sprecher der Leipziger StudentInnenrates und der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften erhält.

Der Verein „Studierende 2009 e.V.“ beglückwünscht beide Preisträger und freut sich insbesondere über die Würdigung des Vereinsprojektes. „Gerade ,600 Bäume für 600 Jahre Uni Leipzig’ steht für das Grundanliegen des Vereins, einen Dialog zwischen Universität und Bürgerschaft aus der größten Mitgliedergruppe der Universität heraus zu fördern.“, so Bastian Lindert, 1. Vorsitzender des Vereins.

Die wollen doch nur spielen!

Montag, 01. Juni 2009

Internationales Fussballturnier ein Erfolg!

Im Vorfeld sah es nicht so gut aus: schlechtes Wetter war angesagt, eine Reihe von Teams hatten abgesagt. Doch die 22 Teams aus ganz Deutschland ließen sich nicht beirren und spielten drei Tage lang auf dem Gelände der Wettinbrücke um den Sieg. Der Sieger kam am Ende aber doch aus Leipzig: Der SpVgg Pommes Schranke (Leipzig) konnte nach hartem Kampf den Pokal nach Hause tragen.

Der Kapitän mit dem Pott

Sieger 1: Kapitän mit Pott und Urkunde nimmt Huldigungen entgegen

Sieger 2: 1. FC Pommes Schranke in Aktion. Herzlichen Glückwunsch!

Sieger 2: 1. FC Pommes Schranke in Aktion. Herzlichen Glückwunsch!

Weiter Infos zum Turnier und Fotos werden zur Zeit aktualisiert und sind dann auf der Turnierseite zu finden.

Wir danken allen Teams für die Teilnahme, hoffen, dass es Euch gefallen hat und wünschen eine gute und sichere Heimreise!

Das Jubiläum beginnt!

Montag, 11. Mai 2009

Endlich ist es soweit. Nach einem langen Vorlauf ist die Universität mit dem Eröffnungskonzert am 9. Mai in ihr Jubiläum gestartet. Bis in den Dezember hinein wird nun der Geburtstag der Universität mit einem vielfältigen Programm begangen. Mit wissenschaftliche, kulturelle und sportliche Veranstaltungen präsentiert sich diese alte Institution in leider noch nicht ganz neuem Gewande. Der Blick aus dem Gewandhaus fällt immer noch auf eine Baustelle.

In seiner Rede zur Eröffnung betonte Rektor Prof. Dr. iur. Franz Häuser die wechselvolle und ereignisreiche Geschichte der Universität, die durch eine Vielzahl von Bildern illustriert wurde. Den Blick richtete er aber auch nach vorn und bezog die Herausforderungen, vor denen die Universität am Beginn des 21. Jhd. steht, ausdrücklich mit ein. Gleiches taten auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Oberbürgermeister Burkhard Jung und StuRa-Sprecher Thomas Dudzak. Dudzaks Resümee viel in dieser Reihe erwartungsgemäß am kritischsten aus. Er hob dabei besonders die aktive Rolle der Leipziger Studierenden hervor, die sich mit den Problemen an ihrer Univeristät eben nicht stillschweigend abfänden, sondern die Initiative ergriffen.

Eine Kostprobe erhielten die Gäste im Gewandhaus, als ein Studierender der Protest-Initiative ausserhalb des vorgesehenen Programms das Wort ergriff und die Absage der Feierlichkeiten forderte. Es gebe angesichts der schlechten Verhältnisse nichts zu feieren, die finanziellen Mittel könnten besser eingesetzt werden. (Offener Brief an das Rektorat/ pdf, 40 kB)

Musikalisch wurde die Eröffnung von den drei Klangkörpern der Universität (Uniorchester, Universitätschor und Uni-Bigband) umrahmt, sowie der Capella fidiciana und dem Pauliner Barockensemble. Besonders stach erneut das “Halleluja” des Universitätsmusik-Direktors David Timm hervor: Zum Abschluss der Veranstaltung bezog Timm das Publikum in einem Kanon mit ein und stimmte die Anwesenden mitreißend auf das Jubiläum ein.

„Schon mit fünf Euro sind Sie dabei“

Donnerstag, 23. April 2009

Start des studentischen Umweltschutzinitiative „600 Bäume zum 600. Jubiläum der Universität Leipzig“

Das zweite studentische Projekt des Vereins „Studierende 2009 e.V.“ ist heute gestartet. Trotz schlechten Wet-ters versammelten sich über 50 Partner und Förderer sowie Interessierte und Neugierige, um dem Auftakt des Baumpatenschaftsprojektes beizuwohnen. Rektor Prof. Dr. iur. Franz Häuser legte selbst Hand an und pflanzte zum Auftakt dieser wohl einmaligen studentischen Umweltschutzinitiative eine Robinie (robinia pseudoacacia) am Schwanenteich, direkt gegenüber des Rektoratsgebäudes. Nach dem Startschuss hat nun jeder Bürger und jede Bürgerin ebenso wie alle anderen Interessierten die Möglichkeit, Baumpatenschaften für Setzlinge oder Starkbäume zu übernehmen.

In ihrer gemeinsamen Begrüßung sprachen Thomas Seifert, Leiter des Projekts, und Georg Teichert, 1. Vorsitzender der Vereins „Studierende 2009 e.V.“, allen Beteiligten an dem Projekt ihren Dank aus, insbesondere den Partnern Stiftung “Wald für Sachsen”, Staatsbetrieb Sachsenforst und der Stadt Leipzig/Amt für Stadtgrün und Gewässer.

Schirmherr Johannes Lichdi, Mitglied des sächsischen Landtages für Bündnis 90/Die Grünen, und Heiko Rosenthal, Bürgermeister der Stadt Leipzig, begrüßten das studentische Engagment für den Umweltschutz.

Prof. Dr. iur. Franz Häuser, Rektor der Universität und Baumpate, betonte erneut, dass er die verschiede-nen Initiativen von Studierenden zum Universitätsjubiläum begrüße.

Weitere Informationen:

Bilder:

In Aktion: Thomas Seifert, Rektor Prof. Dr. Franz Häuser, Schirmherr Johannes Lichdi, MdL und Bürgermeister Heiko Rosenthal (v.l.)

In Aktion: Thomas Seifert, Rektor Prof. Dr. Franz Häuser, Schirmherr Johannes Lichdi MdL und Bürgermeister Heiko Rosenthal (v.l.) Foto: Sven Jaros

Die Plakette vor dem neuen "Rektorbaum"

Die Plakette vor dem neuen "Rektorbaum" Foto: Sven Jaros

„Universität heißt forschendes Lernen“

Samstag, 18. April 2009

Volles Haus beim Start des studentischen Kollegs „Science: Who cares?“

Das erste studentische Projekt des Jubiläumsjahres der Universität Leipzig ist erfolgreich gestartet. In der voll besetzten Ratstonne der Moritzbastei eröffneten ca. 80 Gäste und Teilnehmer gemeinsam das in dieser Form einmalige Kolleg „Science: Who cares?“.

In seiner Begrüßung erläuterte Projektleiter Sven Jaros die Entwicklung und Anlage des Kollegs und dankte allen Beteiligten, vor allem aber dem Organisationsteam, für ihr herausragendes Engagement. Auf den wiederholt geäußerten Vorwurf, die Fragestellung des Kollegs sei zu breit und unkonkret, konterte Jaros: „Natürlich war sie das. Bis heute fehlten ja auch noch die Menschen, die dieses Projekt Wirklichkeit werden lassen sollten!“ Mit dem Start hätten die Teilnehmer nun die Möglichkeit, sich in einem freien und offenen Raum gleichberechtigt über die Frage nach dem Wert und Sinn von Wissenschaft auszutauschen. „Damit kommen wir dem, was Universität eigentlich sein sollte, sehr nah.“, stellte Jaros fest.

Prof. Dr. iur. Franz Häuser, Rektor der Universität Leipzig, dankte den Teilnehmer für ihre Ideen und ihre Teilnahme. Denn lange Zeit habe es so ausgesehen, als würde das Jubiläum der Universität nur als Veranstaltung der Universitätsleitung gesehen. Aus den Fakultäten, den Instituten und vor allem von den Studierenden – der größten Gruppe der Universität – sei lange Zeit keine Rückmeldung gekommen. Erst mit der Initiative „Studierende 2009 e.V.“ sei das Jubiläum von den Lernenden aufgegriffen und befördert worden. Dadurch würden die Vielfalt und die Kontraste in der Universität erst deutlich und der Öffentlichkeit ein adäquates Bild der Universität vermittelt.

In Vertretung des Schirmherren Prof. Dr. Volker ter Meulen, Präsident der Nationalen Akademie Leopoldina, begrüßte Prof. Dr. Gunnar Berg, Mitglied des Präsidium der Leopoldina, die Teilnehmer und wünschte für die Arbeit viel Erfolg. Die Akademie habe aus zwei Gründen großes Interesse an diesem Kolleg: Zum einen bemühe sie sich selbst, Wissenschaft in die Öffentlichkeit, in die Gesellschaft zu tragen. Zum anderen, so Berg, „entspricht dieses Kolleg dem, was Universität ist: Forschendes Lernen!“.

In der Einleitung zu seinem Festvortrag versprach Prof. Dr. em. Klaus Ahlheim, früherer Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Gesamthochschule Essen, den von Rektor Häuser erwähnten Kontrasten einige hinzuzufügen. Er nahm die aktuelle Studienreform und insbesondere den Rücktritt des Mainzer Theologie-Professors Marius Reiser zum Anlass, um darüber zu reflektieren, was das Leitbild und die gesellschaftliche Verantwortung von heutiger Wissenschaft sein sollte. Der allgemein gängigen Verklärung des Humboldt’schen Bildungs- und Universitätsideals erteilte er dabei eine klare Absage. Wer von 200 Jahren glücklicher Universitätsgeschichte spräche, vergesse die dunklen Jahre der NS-Zeit. Doch Ahlheim kritisierte auch die aktuelle Reform mit deutlichen Worten: „Die Bologna-Reform ist grundsätzlich und vollständig gescheitert: Es wurde auf Ausbildung gesetzt und Bildung abgeschafft.“ Allerdings sei der größte Fehler dafür bei seinem eigenen Berufsstand zu suchen, der zu Widerstand gegen Politik und Wirtschaft nicht in der Lage sei.

Für die Zukunft forderte Ahlheim von der Universität und ihren Angehörigen eine kritische Wissenschaft. Dafür seien zwei zentrale Grundsätze notwendig. „Zum einen braucht Ausbildung Bildung, sonst verkommt sie zu Ideologie.“ Zum zweiten sei politische Bildung notwendig, um zu Politik selbstbewusst Distanz wahren zu können. Als Antwort auf die Frage nach dem Sinn der Wissenschaft selbst zitierte der emeritierte Professor aus Bertolt Brechts Galilei: „Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern.“ Für Ahlheim ist dies in der aktuellen Situation eine Leitlinie: „Das könnte die Überschrift für die Universität der Zukunft sein.“

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Dresdner Band „Stilbruch“, die mit ihrem dynamischen Auftritt musikalisch dem entsprach, was das Kolleg in den kommenden Monaten geistig leisten will.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen der Projektleiter Sven Jaros (sjaros[at]uni-leipzig.de, science[at]studierende2009.de) gern zur Verfügung.

Für weitere Informationen und Medien (in Kürze): www.science.studierende2009.de

Pressemitteilung [pdf, 176 kB]

“Ein so prominentes Datum darf man nicht einfach verstreichen lassen”

Mittwoch, 13. August 2008
Noch sind sie zu dritt: Bastian Lindert, Sebastian Richter und Georg Teichert von der Initiative Studierende 2009 wollen ihre Kommilitonen für das Universitätsjubliäum begeistern. Ein Interview von Rebekka Honeit/Geschäftsstelle 2009.
  • Wie ist die Initiative Studierende 2009 entstanden?

Lindert: Wir haben uns Anfang des Jahres gegründet, nachdem wir festgestellt haben, dass das Jahr 2008 angebrochen ist und von Seiten der Studierenden nichts passiert. Wir sind der Meinung, dass man so ein
prominentes Datum wie dieses Jubiläum nicht einfach verstreichen lassen darf. Dann sind wir hausieren gegangen und haben uns einen programmatischen Titel gegeben, Studierende 2009, um dem Ganzen ein Gesicht zu geben. Wir wollen ein Anlaufpunkt für Studierende sein, die 2009 etwas machen wollen. Das war der Ausgangsgedanke.

  • Ihr studiert alle drei Geschichte. Hat Euer großes Interesse am Jubiläum damit zu tun?

Richter: Ich denke schon. Wir haben ja alle unsere Gründe, warum wir gerade Geschichte studieren. Nichts gegen Zahnmedizin oder Biochemie! Moderne Geschichtswissenschaft hat ja die Aufgabe, dem Menschen seine Historizität zu vermitteln. Entweder lernt man das im Studium oder man hat diesen Auftrag sozusagen schon in sich.

Lindert: Ich glaube, es liegt nicht nur daran. Wir drei kommen auch aus der studentischen Selbstverwaltung. Wir haben uns immer an der Institution Universität beteiligt und dadurch entwickelt sich natürlich eine starke Identifikation.

[…]

Das ganze Interview unter:

http://www.uni-leipzig.de/2009/weg/kulissen/kulissen18.html