Endlich ist es soweit. Nach einem langen Vorlauf ist die Universität mit dem Eröffnungskonzert am 9. Mai in ihr Jubiläum gestartet. Bis in den Dezember hinein wird nun der Geburtstag der Universität mit einem vielfältigen Programm begangen. Mit wissenschaftliche, kulturelle und sportliche Veranstaltungen präsentiert sich diese alte Institution in leider noch nicht ganz neuem Gewande. Der Blick aus dem Gewandhaus fällt immer noch auf eine Baustelle.
In seiner Rede zur Eröffnung betonte Rektor Prof. Dr. iur. Franz Häuser die wechselvolle und ereignisreiche Geschichte der Universität, die durch eine Vielzahl von Bildern illustriert wurde. Den Blick richtete er aber auch nach vorn und bezog die Herausforderungen, vor denen die Universität am Beginn des 21. Jhd. steht, ausdrücklich mit ein. Gleiches taten auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Oberbürgermeister Burkhard Jung und StuRa-Sprecher Thomas Dudzak. Dudzaks Resümee viel in dieser Reihe erwartungsgemäß am kritischsten aus. Er hob dabei besonders die aktive Rolle der Leipziger Studierenden hervor, die sich mit den Problemen an ihrer Univeristät eben nicht stillschweigend abfänden, sondern die Initiative ergriffen.
Eine Kostprobe erhielten die Gäste im Gewandhaus, als ein Studierender der Protest-Initiative ausserhalb des vorgesehenen Programms das Wort ergriff und die Absage der Feierlichkeiten forderte. Es gebe angesichts der schlechten Verhältnisse nichts zu feieren, die finanziellen Mittel könnten besser eingesetzt werden. (Offener Brief an das Rektorat/ pdf, 40 kB)
Musikalisch wurde die Eröffnung von den drei Klangkörpern der Universität (Uniorchester, Universitätschor und Uni-Bigband) umrahmt, sowie der Capella fidiciana und dem Pauliner Barockensemble. Besonders stach erneut das “Halleluja” des Universitätsmusik-Direktors David Timm hervor: Zum Abschluss der Veranstaltung bezog Timm das Publikum in einem Kanon mit ein und stimmte die Anwesenden mitreißend auf das Jubiläum ein.