Archiv für April 2009

„Schon mit fünf Euro sind Sie dabei“

Donnerstag, 23. April 2009

Start des studentischen Umweltschutzinitiative „600 Bäume zum 600. Jubiläum der Universität Leipzig“

Das zweite studentische Projekt des Vereins „Studierende 2009 e.V.“ ist heute gestartet. Trotz schlechten Wet-ters versammelten sich über 50 Partner und Förderer sowie Interessierte und Neugierige, um dem Auftakt des Baumpatenschaftsprojektes beizuwohnen. Rektor Prof. Dr. iur. Franz Häuser legte selbst Hand an und pflanzte zum Auftakt dieser wohl einmaligen studentischen Umweltschutzinitiative eine Robinie (robinia pseudoacacia) am Schwanenteich, direkt gegenüber des Rektoratsgebäudes. Nach dem Startschuss hat nun jeder Bürger und jede Bürgerin ebenso wie alle anderen Interessierten die Möglichkeit, Baumpatenschaften für Setzlinge oder Starkbäume zu übernehmen.

In ihrer gemeinsamen Begrüßung sprachen Thomas Seifert, Leiter des Projekts, und Georg Teichert, 1. Vorsitzender der Vereins „Studierende 2009 e.V.“, allen Beteiligten an dem Projekt ihren Dank aus, insbesondere den Partnern Stiftung “Wald für Sachsen”, Staatsbetrieb Sachsenforst und der Stadt Leipzig/Amt für Stadtgrün und Gewässer.

Schirmherr Johannes Lichdi, Mitglied des sächsischen Landtages für Bündnis 90/Die Grünen, und Heiko Rosenthal, Bürgermeister der Stadt Leipzig, begrüßten das studentische Engagment für den Umweltschutz.

Prof. Dr. iur. Franz Häuser, Rektor der Universität und Baumpate, betonte erneut, dass er die verschiede-nen Initiativen von Studierenden zum Universitätsjubiläum begrüße.

Weitere Informationen:

Bilder:

In Aktion: Thomas Seifert, Rektor Prof. Dr. Franz Häuser, Schirmherr Johannes Lichdi, MdL und Bürgermeister Heiko Rosenthal (v.l.)

In Aktion: Thomas Seifert, Rektor Prof. Dr. Franz Häuser, Schirmherr Johannes Lichdi MdL und Bürgermeister Heiko Rosenthal (v.l.) Foto: Sven Jaros

Die Plakette vor dem neuen "Rektorbaum"

Die Plakette vor dem neuen "Rektorbaum" Foto: Sven Jaros

Wir sind umgezogen!

Mittwoch, 22. April 2009

Der Verein “Studierende 2009″ hat Anfang der Woche ein neues Zuhause erhalten. Nach einem verhältnismäßig kurzen Gastspiel im Interim Städtisches Kaufhaus hat die Universität nun ein Büro auf dem Leibniz-Forum zu Verfügung gestellt, neben der neuen Sparkassen-Filiale auf dem Innenhof des Universitätscampus’. Dank der guten Kooperation mit der Universitätsverwaltung gestaltete sich der Umzug unproblematisch. In dem neuen und vor allem größeren Raum können nun die weiteren studentischen Projekte an einem prominenten Platz vorbereitet und auch beworben werden. Besucher sind herzlich willkommen.

Die Anschrift des Büros lautet nun: Universitätsstrasse 1. Postanschrift und auch alle weiteren Kontaktmöglichkeiten haben sich nicht geändert.

Mitten auf dem Leibnizforum ist der Verein ab jetzt zu finden

Mitten auf dem Leibnizforum ist der Verein ab jetzt zu finden

Blick vom Leibnizforum auf das Büro

Blick vom Leibnizforum auf das Büro

„Universität heißt forschendes Lernen“

Samstag, 18. April 2009

Volles Haus beim Start des studentischen Kollegs „Science: Who cares?“

Das erste studentische Projekt des Jubiläumsjahres der Universität Leipzig ist erfolgreich gestartet. In der voll besetzten Ratstonne der Moritzbastei eröffneten ca. 80 Gäste und Teilnehmer gemeinsam das in dieser Form einmalige Kolleg „Science: Who cares?“.

In seiner Begrüßung erläuterte Projektleiter Sven Jaros die Entwicklung und Anlage des Kollegs und dankte allen Beteiligten, vor allem aber dem Organisationsteam, für ihr herausragendes Engagement. Auf den wiederholt geäußerten Vorwurf, die Fragestellung des Kollegs sei zu breit und unkonkret, konterte Jaros: „Natürlich war sie das. Bis heute fehlten ja auch noch die Menschen, die dieses Projekt Wirklichkeit werden lassen sollten!“ Mit dem Start hätten die Teilnehmer nun die Möglichkeit, sich in einem freien und offenen Raum gleichberechtigt über die Frage nach dem Wert und Sinn von Wissenschaft auszutauschen. „Damit kommen wir dem, was Universität eigentlich sein sollte, sehr nah.“, stellte Jaros fest.

Prof. Dr. iur. Franz Häuser, Rektor der Universität Leipzig, dankte den Teilnehmer für ihre Ideen und ihre Teilnahme. Denn lange Zeit habe es so ausgesehen, als würde das Jubiläum der Universität nur als Veranstaltung der Universitätsleitung gesehen. Aus den Fakultäten, den Instituten und vor allem von den Studierenden – der größten Gruppe der Universität – sei lange Zeit keine Rückmeldung gekommen. Erst mit der Initiative „Studierende 2009 e.V.“ sei das Jubiläum von den Lernenden aufgegriffen und befördert worden. Dadurch würden die Vielfalt und die Kontraste in der Universität erst deutlich und der Öffentlichkeit ein adäquates Bild der Universität vermittelt.

In Vertretung des Schirmherren Prof. Dr. Volker ter Meulen, Präsident der Nationalen Akademie Leopoldina, begrüßte Prof. Dr. Gunnar Berg, Mitglied des Präsidium der Leopoldina, die Teilnehmer und wünschte für die Arbeit viel Erfolg. Die Akademie habe aus zwei Gründen großes Interesse an diesem Kolleg: Zum einen bemühe sie sich selbst, Wissenschaft in die Öffentlichkeit, in die Gesellschaft zu tragen. Zum anderen, so Berg, „entspricht dieses Kolleg dem, was Universität ist: Forschendes Lernen!“.

In der Einleitung zu seinem Festvortrag versprach Prof. Dr. em. Klaus Ahlheim, früherer Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Gesamthochschule Essen, den von Rektor Häuser erwähnten Kontrasten einige hinzuzufügen. Er nahm die aktuelle Studienreform und insbesondere den Rücktritt des Mainzer Theologie-Professors Marius Reiser zum Anlass, um darüber zu reflektieren, was das Leitbild und die gesellschaftliche Verantwortung von heutiger Wissenschaft sein sollte. Der allgemein gängigen Verklärung des Humboldt’schen Bildungs- und Universitätsideals erteilte er dabei eine klare Absage. Wer von 200 Jahren glücklicher Universitätsgeschichte spräche, vergesse die dunklen Jahre der NS-Zeit. Doch Ahlheim kritisierte auch die aktuelle Reform mit deutlichen Worten: „Die Bologna-Reform ist grundsätzlich und vollständig gescheitert: Es wurde auf Ausbildung gesetzt und Bildung abgeschafft.“ Allerdings sei der größte Fehler dafür bei seinem eigenen Berufsstand zu suchen, der zu Widerstand gegen Politik und Wirtschaft nicht in der Lage sei.

Für die Zukunft forderte Ahlheim von der Universität und ihren Angehörigen eine kritische Wissenschaft. Dafür seien zwei zentrale Grundsätze notwendig. „Zum einen braucht Ausbildung Bildung, sonst verkommt sie zu Ideologie.“ Zum zweiten sei politische Bildung notwendig, um zu Politik selbstbewusst Distanz wahren zu können. Als Antwort auf die Frage nach dem Sinn der Wissenschaft selbst zitierte der emeritierte Professor aus Bertolt Brechts Galilei: „Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern.“ Für Ahlheim ist dies in der aktuellen Situation eine Leitlinie: „Das könnte die Überschrift für die Universität der Zukunft sein.“

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Dresdner Band „Stilbruch“, die mit ihrem dynamischen Auftritt musikalisch dem entsprach, was das Kolleg in den kommenden Monaten geistig leisten will.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen der Projektleiter Sven Jaros (sjaros[at]uni-leipzig.de, science[at]studierende2009.de) gern zur Verfügung.

Für weitere Informationen und Medien (in Kürze): www.science.studierende2009.de

Pressemitteilung [pdf, 176 kB]

Universität ermöglicht drei weitere Projekte des Vereins

Samstag, 11. April 2009

Nach langem bangen Warten ist es nun offiziell: Das Rektorat hat für die Finanzierung drei weiterer Projekte entschieden. Durch diese Entscheidungen können nun das studentische Kolleg “Science: Who cares?” und ein Theaterwettbewerb stattfinden. Auch die studentische Tagung “Humboldt – reloaded!” kann optimistisch weitergeplant werden, auch wenn noch weitere Partner für das Großprojekt gesucht werden.

Damit erkennt die Universitätsleitung nicht nur die Qualität dieser Projekte an, sondern würdigt auch  das einzigartige Engagement ihrer Studierenden im Rahmen des Jubiläums“, so Georg Teichert, 1. Vorsitzender des Verein “Studierende 2009 e.V.”. Ein vergleichbares Programm von Studierenden für Studierende habe es bisher bei keinem anderen deutschen Universitätsjubiläum in näherer Vergangenheit gegeben.

Besonders bei den Mitwirkenden von “Science: Who cares?” macht sich Erleichterung breit. Nachdem die Vorbereitung nahezu abgeschlossen waren und das Kolleg am Freitag, 17. April 2009, in der Moritzbastei eröffnet wird, ist nun endlich die nötige Planungssicherheit da, um die vielfältigen Vorhaben der drei Arbeitsgruppen anzugehen. Die Bewilligung zog sich fast fünf Monate hin, vor allem für Sven Jaros,  Koordinator des Kollegs, eine Zeit ständiger Unsicherheit. Diese steht im Kontrast mit dem Erfolg des Projektes: Die Organisation verteilt sich auf mehrere Schultern, viele externe Partner sind mit an Bord und die Teilnehmerplätze sind fast vollständig gefüllt. “Eines unserer vielversprechendsten Projekte im Jubiläumsjahr“, so Teichert.

Kurz vor der Zusage der Universität hatte die Leipziger Sparkasse ihre Unterstützung zugesagt und einen Teil der Finanzierung sichergestellt. Die Universität hat nun nachgezogen. Über den Fortgang wird in dem neuen Blog des Projektes (www.science.studierende2009.de) berichtet.

Das heißt auch, dass die Planungen für die studentische Tagung “Humboldt – reloaded!” weitergehen. Das Projekt ist nun zwar zu einem großen Teil finanziert, ein Teil muss nun noch eingeworben werden. In jedem Fall wird vom 17. bis 20. September unter den Leitbegriffen „Vereinbarkeit“, „Verwertbarkeit!?“, „Internationalität“ und „Mitbestimmung“ Perspektiven im gegenwärtigen Verhältnis von Studium, Arbeit und Leben der größten Mitgliedergruppe der Universität diskutiert. Partner des Projektes sind der StudentInnenRat und die Stadt Leipzig.

Sparkasse Leipzig fördert studentisches Kolleg “Science: Who cares?”

Samstag, 11. April 2009

Die Leipziger Sparkasse sponsort einen Teil des studentischen Kolleg “Science: Who cares?”. Für die Organisatoren um Sven Jaros, verantwortlich für das Projekt, ist das eine Erleichterung. “Nachdem wir jetzt mehr als fünf Monate auf die Zusage der Universität für die beantragten Gelder warten, ist das eine beruhigende Nachricht”, so Jaros. Die Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen, Schirmherren und Referenten haben bereits zugesagt, die Eröffnung findet am 17. April in der Moritzbastei statt. Nur das Geld fehlte bisher.

Im Rahmen des Kolleg beschäftigen sich Studierende aller Fachrichtungen über das gesamte Jahr 2009 mit der Frage nach dem Wert von Wissenschaft in der Gesellschaft. Ihre Diskussionen und Ergebnisse werden sie auf einer Abschlusstagung am 28. November präsentieren. Die Schirmherrschaft über das Projekt hat Prof. Dr. Volker ter Meulen, Präsident der Nationalen Akademie der Naturforscher Leopoldina/Halle, übernommen.

„Studierende 2009 e.V.“ freut sich gemeinsam mit seinen Partner auf eine intensive Zusammenarbeit, auch über das Jubiläumsjahr 2009 hinaus.

Mit freundlicher Unterstützung von:

Sparkasse Leipzig